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Vereinsgeschichte des MGV Ebsdorf

von Heinrich Lölkes sen. und jun. Johannes Kutsch,

Konrad Lauer und Heinrich Pilgrim

1894

Der Gründungstag des Männergesangvereins Ebsdorf ist der 20. Oktober 1894. Zweck und Ziel des Vereins waren, den vierstimmigen Männergesang, insbesondere das Volkslied zu pflegen, Bildung und Gesittung zu fördern.

Bei seiner Gründung zählte der Verein 33 Mitglieder, zu denen aber im Laufe des ersten Vereinsjahres noch mehrere hinzutraten. Der erste Vorstand bestand aus den Herren Wilhelm Diestelmeier, Konrad Vetter, Johannes Löwer und Johannes Kutsch. Erster Dirigent war Herr Lehrer Diestelmeier, der mit regem Eifer und viel Geschick den Verein zu beachtlichen Leistungen führte. Schon drei Jahre nach der Gründung wurd eine schöne Vereinsfahne beschafft und bei einer kleinen Feier innerhalb des Vereins geweiht.

 

Der Gesangverein Ebsdorf im Jahre 19041904

ist Herr Peter Stehling Vorsitzender und Herr Justus Vomend aus Leidenhofen Dirigent. 1905 wurde zum 10. Stifungsfest ein Sängerfest veranstaltet, zu dem viele auswärtige Vereine erschienen waren. 1906 erscheint als 1. Vorstand Herr Konrad Vetter. 1913 Herr Gastwirt Johannes Schmidt. Der Ausbruch des Weltkrieges 1914 rief die meisten Sänger zu den Fahnen, so daß ein weiteres Singen unmöglich war.

Erst am 5. Juli 1919 wurden die Übungsstunden wieder aufgenommen und Herr Valentin Grün zum Vorstand gewählt. 1921 ist Herr Leonhardt Schnell 1. Vorstand und Schulamtsbewerber H. Weber Dirigent. Der Verein beteiligt sich am Preissingen in Cappel. Er ist Mitglied des Oberhessischen Sängerbundes. 1922 ist Konrad Claar Vorstand. 1923 geht der Verein zum Wettstreit nach Cölbe. Schulamtsbewerber Weber übernimmt eine Lehrerstelle und Karl Vomend wird Dirigent. 1924 wird Peter Deubert 1. Vorsitzender. 1925 wurde das 30-jährige Bestehen des Vereins unter großer Beteiligung auswärtiger Vereine gefeiert. Chormeister ist seit 1925 Herr Lehrer Heinrich Lölkes. 1. Vorsitzender wurde 1926 Herr Johannes Grau. Seit 1927 ist der Verein dem Deutschen Sängerbund angeschlossen und zwar dem Gau Oberhessen. Im Jahre 1926 hat er am Frühjahrsgausingen in Marburg teilgenommen und im Sommer am Sängerfest in Holzhausen. 1929 wurden das Sängerfest in Roßberg besucht und die Gaubannerweihe in Marburg. 1930 wird Ernst Lauer 1. Vorstand. Am 29. Juni legt Lehrer Lölkes sein Amt als Dirigent wieder nieder, und als Nachfolger wurde Herr Musiker J. Schmidt aus Marburg gewonnen. Der Mitgliederbestand des Vereins betrug am 1. Januar 1931 acht Ehrenmitglieder, 13 passive und 37 aktive Sänger. Die Übungsstunden, die bis dahin in der Schule abgehalten wurden, finden nun in der Gastwirtschaft Weidemüller statt. Der ehemalige Dirigent Lölkes wurde zum Ehrenchormeister ernannt. Der Verein nahm 1932 am Wertungssingen in Wittelsberg teil. Vorn Herrn Gauchormeister Engelhardt, Marburg, wurden die Chöre mit "gut" bewertet.

 

1932

Am 7. Oktober 1932 brachte der Verein dem Lehrer Lölkes ein Ständchen zur Feier seiner 25-jährigen Lehrertätigkeit in Ebsdorf. In demselben Monat wurde auch die Angliederung eines Gemischten Chores an den Männergesangverein beschlossen. Seit dem 3. Januar 1933 ist Johannes Rink 1. Vorstand. Der Verein ging zum Sängerfest nach Cappel und zum Wertungssingen nach Beltershausen. Das Jahr 1934 stand unter dem Zeichen des 40-jährigen Bestehens des Vereins. Zahlreiche Vereine waren der Einladung gefolgt und hielten frohe Feststunden im gemeinsamen Sängerkreis ab. Bei herrlichstem Wetter war das Jubiläumsfest ein voller Erfolg des Vereins.

 

1935

Seit dem Jahr 1935 ist Johannes Mahr 1. Vorstand und Vereinsführer. Unter seiner Leitung blühte der Verein wieder erneut auf und fand auch die Möglichkeit, bei staatspolitischen Anlässen mitzuwirken. Dieses gilt sowohl für den Männergesangverein als auch für den Gemischten Chor. Von 1935 ab übernahm Herr Jauernick, Marburg, als Dirigent den Verein. Der Gemischte Chor war aber bereits so geschwächt, daß er die Übungsstunden aufgab. Von 1936 bis 1938 gab es wegen mäßiger Beteiligung fast keine Aktivitäten des Vereins.

 

1938

Erst seit dem Jahr 1938, nachdem Herr Karl Vomend als Dirigent gewonnen war, fanden die Übungsstunden wieder regelmäßig bei gutem Besuch bis zum Ausbruch des Krieges 1939 statt. Zahlreiche Sänger wurden gleich an den ersten Tagen des Zweiten Weltkrieges zum Militärdienst einberufen und standen in kurzer Zeit im Felde. Während der Kriegsjahre ruhte die Vereinstätigkei vollkommen.

 

1947

Der tragische Ausgang des Krieges lähmte zunächst die Vereinstätigkeit und den Chorgesang. Aber bereits im Sommer des Jahres 1947 wurden erste Anstrengungen unternommen, den MGV wieder zum Leben zu erwecken. Man wählte Heinrich Block zum 1. Vorsitzenden, Johannes Kutsch zum Schriftführer und Johannes Mank zum Kassierer. Bei der damaligen amerikanischen Militärregierung, vertreten durch den Kreisausschuß für Kultur und Sport, erwarb man eine vorläufige Genehmigung, "sich mit mehr als 5 Personen zu versammeln und die Pflege des Gesanges, der Kulturarbeit und Geselligkeit auszuüben". Es dauerte aber bis zum Sommer 1949, ehe der Verein die Übungsstunden mit 35 bis 40 Sängern unter der Leitung von Lehrer Heinrich Lölkes jun. wieder aufnahm. Es wollte aber ein reger Besuch der Übungsstunden nicht aufkommen.

 

1949

Am 29. November 1949 wurde in einer außerordentlichen Generalversanunlung der Verein erneut zum Deutschen Lied ermahnt, und dieser Apell hatte den gewünschten Erfolg. Der Chor wurde von Herrn Otto Meyer, Wieseck, als Dirigent übernommen. Vorstand wurde Konrad Lauer. Besonderer Anlaß war die 1200-Jahrfeier des Dorfes, wozu die Mitwirkung des Männergesangvereins unerläßlich erschien.

 

Weiter mit der Vereinsgeschichte des MGV Ebsdorf (1950-1969)

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