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Chorwochenende 2016, in Friedrichsdorf imTaunus

Trotz krankheitsbedingt kurzfristiger Absagen fanden immerhin noch 56 Sängerinnen und Sänger der Neuen Töne den Weg zum TaunusTagungshotel nach Friedrichsdorf nahe Frankfurt. Hier verlebten wir eine abwechslungs- und erlebnisreiche Chorfreizeit, die allen viel Freude machte. Dieses Mal mit zwei Übernachtungen.

 

Angereist waren wir mit Fahrgemeinschaften im PKW, meist schon im Laufe des Freitag Nachmittags, so dass alle genug Zeit hatten die Zimmer aufzusuchen und sich einzurichten. Nach einem Super-Abendessen waren alle bis dato Angereisten bereit für den ersten Programmpunkt, ein Stimmtraining.

 

 

 

 

 

Gähnende Rippen - ein ungewöhnliches Stimmtraining

Die Stimmbildnerin, Ayoka Kaiser vermittelte uns auf lebhafte Art und Weise, wie wichtig sowohl Atmung als auch Körperhaltung und Beweglichkeit für die Stimme sind. Wir stellten uns alle unseren Mitsängern vor, indem wir entweder nur die Konsonanten oder die Vokale unserer Namen benutzten, was sehr witzig klang. Auch begrüßten wir uns mit allen möglichen Körperteilen, Knie an Knie, Schulter an Schulter usw. Filmisch bekamen wir präsentiert, wie es im Hals- und im Kehlkopfbereich zugeht und aussieht. Die Aufnahmen waren nicht unbedingt für jedermann geeignet.

Die zweite Einheit am Samstag, war ebenso interessant wie die erste, wir lernten, dass herzhaftes Gähnen sehr gesund und nützlich sei, erweitert es doch den Hals- und Kehlkopfbereich. Wir ließen auch unsere Rippen „gähnen“, in dem wir uns stark zur Seite beugten und die geweitete Seite leicht klopften. Dann lockerten wir uns gegenseitig, Nacken, Schultern und Rücken, in dem man den jeweiligen Partner rückseitig sanft „klopfte“; dies konnte mit Fingerspitzen, Handkanten oder auch Fäusten geschehen. Im Allgemeinen wurde es als angenehm empfunden, was auch beabsichtigt war. Auch atmeten wir durch kurze Röhrchen. Mit der dadurch entstehenden Mundöffnung, fließt viel Sauerstoff in die Lungen und lässt so auch die dann zu singenden Töne besser klingen. Alles fand in angenehmer und entspannter Atmosphäre statt und machte sowohl uns Sängern als auch der Stimmbildnerin sichtlich Spaß. Diese gute Stimmung setzte sich während des daran anschließenden Abends in der Bauernstube, direkt neben unserem Probenraum liegend, fort …..….

 

Unser Dirigent probt tolle Lieder mit uns.

Samstags ging es dann mit dem eigentlichen Singen los. Anfangs starteten wir mit zwei Liedern, die schon vor langer Zeit einmal geprobt worden waren, und die in Kürze vorzutragen geplant sind. Es waren „Can you feel the Love tonight“ von Elton John und „Hail holy Queen“ …..

Die neuen Lieder die Jochen für uns im Gepäck hatte, fanden großen Anklang.

Das erste heißt „Tatschofonie“ und ist aus der Feder von Oliver Gies. Dieser „Krankheit und ihrer Diagnose“, widmet sich ein amüsanter und geistreicher Text, der sich mit der allgegenwärtigen Smartphone-Präsenz und ihrer Bediensucht befasst. Es machte richtig Spaß, dieses rhythmisch anspruchsvolle Lied einzustudieren.

Auf das zweite Lied freuen wir uns alle jetzt schon, wenn wir es zum ersten Mal aufführen können. „Somebody to love“ von Freddy Mercury und seiner Gruppe Queen. Es verlangte uns allen – sowohl den Solisten als auch den einzelnen Stimmen – höchste Konzentration ab; und das in jeglicher Hinsicht. Auch zuhause werden wir sicher noch viel Arbeit mit dem Lied haben, bis es so klingt, wie es unser Dirigent möchte.

 

Und abends ging’s in die „Bauernstube“ des Hotels

Sowohl am Freitag- als auch am Samstagabend zog es fast alle Sängerinnen und Sänger nach dem Essen in die Bauernstube. Dies ist ein Kneipenraum ohne Wirt. Dort sind hinter dem Tresen Getränke und Gläser verstaut und es herrscht Selbstbedienung. In ausgelegte Listen trägt jeder sowohl Name, als auch Zimmernummer und Getränkeverbrauch ein. Abgerechnet wird bei der Abreise.

Dieser Raum wurde von uns nimmermüden Sängern voll in Beschlag genommen. Eigentlich verwunderlich, nach drei intensiven Chorproben mit Stimmtraining am Samstag…. Man bediente sich mit Getränken; drei Gitarristen und ein Trompeter spielten auf. Sowohl unser Chor-Liederheft als auch andere Liederhefte wurden an beiden Abenden „hoch und runter“ gesungen. Es herrschte eine ausgelassene und fröhliche Stimmung, die Musiker gaben Ihr Bestes und haben einen Orden verdient. Alle möglichen Süßigkeiten und auch Flaschen machten bis spät in die Nacht die Runde und viele Späße gab‘s.

 

Am Ende kam das „Korkgeld“

Aber dann kam der nächste Morgen und mit ihm die Hausdame. Im Frühstücksraum suchte sie nach „Verantwortlichen“. Sie führte einige von uns zurück in die Bauernstube und zeigte auf leere und halbleere Überreste von Getränken, und Süßigkeiten, die ganz andere waren als die vom Hotel angebotenen. So hatte sich das Hotel das natürlich nicht gedacht. Immerhin wolle man ja Getränke verkaufen und nicht nur den Raum zur Verfügung stellen. Man verwies uns auf die AGB’s, laut denen nun ein „Korkgeld“ fällig sei. Schlussendlich einigte man sich auf einen Betrag, der auf alle Sänger umgelegt wurde. Dieser wurde nach der ersten sonntäglichen Chorprobe sofort klaglos gezahlt und das Korkgeld konnte beglichen werden.

Da wir aber das Personal und andere Gäste mit unserem Gesang gut unterhalten hatten und es auch sonst keine Unannehmlichkeiten gab, wurde dieser Zwischenfall schmunzelnd hingenommen.

Wir genossen noch einige Stunden die Gastfreundlichkeit unserer Unterkunft, nahmen noch einmal ein köstliches Mittagessen zu uns und verbrachten noch einige Zeit im sonnigen Außenbereich.
Nach einer letzten Singeinheit und Kaffee und Kuchen, traten alle Sänger – nun endgültig am Ende ihrer Stimme - den Nachhauseweg an.

Ein tolles Chorwochenende liegt nun hinter uns.

 

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