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2017 Die Erkundung der Stille

Am 12.11.2017 war es wieder so weit: Die „Neuen Töne Ebsdorf“ gaben ihr (fast) alljährliches Herbstkonzert. Diesmal allerdings erstmals nicht vor heimischer Kulisse, sondern auf Einladung der Kirchhainer in deren Stadtkirche. Da der Kirchhainer Chor leider nicht auftreten konnte und auch die Band diesmal nicht zur Verfügung stand, sahen sich die Ebsdorfer unter der Leitung von Jochen Mink einer neuen Herausforderung gegenüber; das gesamte Programm des Abends alleine zu gestalten.

Obwohl sich der eine oder die andere ob dieser Voraussetzung sicher einer gewissen Nervosität nicht erwehren konnte, entwickelte sich nach einer Begrüßung durch Pfarrer Rainer Wilhelm vor dem zahlreich erschienen Publikum ein stimmungsvoller Abend mit einer abwechslungsreichen Liedzusammenstellung. Zu verdanken war dies nicht zuletzt Kirsten Molitor und der kurzfristig für Miriam Immink eingesprungene Anne Glänzer, die das Publikum gewohnt souverän durch das Programm führten. Getreu dem Motto „The Sound of Silence“, unter dem der Abend stand, war das Repertoire stärker als sonst geprägt von ruhigen Stücken, wie dem titelgebenden Song von Simon und Garfunkle, dem stimmungsvollen „Fields of Gold“ von Sting oder dem Wiegenlied „Black Sheep“, das die „Neuen Töne“ von Ihrer Englandfahrt mitgebracht haben. Aber auch „Gabriellas Sang“ aus dem schwedischen Film „Wie im Himmel“ durfte hier nicht fehlen, besonders, da der Chor im kommenden Jahr den Skandinaviern einen Besuch abstatten will. Mit „Nette Begegnung“ und dem ebenfalls von Oliver Gies für Chöre arrangierten Song „Auf uns“ von Andreas Bourani waren natürlich auch Deutsche Stücke vertreten. 

Etwas Besonderes hatten sich die Moderatorinnen ausgedacht: Anhand stimmungsvoller Bilder und begleitendem Text konnten sich Sänger und Publikum in einer meditativ gestalteten Pause dem Phänomen Stille und ihrer Bedeutung für den Einzelnen annähern, bevor es dann schwungvoll mit „I will follow him“ in den zweiten Teil des Abends ging. Wie schon bei „Nette Begegnung“ und dem nachfolgenden „Ain’t no mountain hight enough“ wurde dieser Song aus dem Film „Sister Act“ durch eine Choreographie aufgepeppt.

Hatten im ersten Teil Petra Weiß und Samuel Wagner bei „Somebody to Love“ der Gruppe Queen und Claudia Peil in „Bless the broken roads“ das Publikum mit ihren Soli überzeugt, konnten die „Neuen Töne“ nun noch einmal richtig mit weiteren großartigen Solostimmen punkten: Deborah Mink, Samuel Wagner und Jonathan Bier taten dies in dem schwungvollen „Joyful, Joyful“ ebenso wie anschließend Peter Kornmann mit seinem gefühlvollen gesungenen Solo in „Santo“. Mit „Oh happy day“ und einem weiteren Solo von Samuel Wagner beschloss der Chor schließlich den offiziellen Teil des Programms und riss das Publikum noch einmal richtig mit. Der Wunsch nach einer Zugabe blieb da natürlich nicht aus und wurde von den „Neuen Tönen“ mit „You raise me up“, begleitet von Petra Weiß auf der Violine, und „Hallelujah“ von Leonard Cohen gerne erfüllt.

 

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Fotos: von Iris Merkel + Jörg Dettmering

 

 

 

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